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13.05.23- HR Quelle: www.mittelhessen.de von Patrick Jahn
Durch den letztlich klaren 3:0-Erfolg ist das rettende Ufer – oder zumindest der Relegationsplatz – wieder in greifbarer Nähe.
SV Rot-Weiß Hadamar – TSV Steinbach II 3:0 (1:0).
Hadamar änderte taktisch auch gegen die bereits abgestiegene Regionalliga-Reserve nichts. Der Widersacher durfte überwiegend den Ball haben, während die Heim-Elf von Trainer Ralf Schuchardt – bis auf Marvin Redl über der Mittellinie – massiert aus der eigenen Hälfte heraus verteidigte. Der lange Ball, der in unzählige Kopfballduelle zwischen Marvin Redl und Marvin Hartmann mündete, sowie Ballgewinne und schnelles Umschalten waren der Matchplan der Fürstenstädter. Und genau ein solches Duell war entscheidend für das frühe 1:0: Marvin Redl setzte sich gegen Marvin Hartmann im Luftkampf durch, Mohamed Zouaoui behauptete sich im Zweikampf und schloss – eigentlich recht harmlos – aus 16 Metern ab. Steinbachs Keeper Albijon Kicmari hatte nicht gut ausgesehen, denn die Kugel trudelte durch seine Arme hinweg über die Linie wo sie dann zu spät geklärt worden war – ein irres Geschenk (4.).
Chancen gab es im Anschluss zuhauf, denn beide Abwehrreihen präsentierten sich in ganz schwacher Verfassung. Erst versemmelte Mohamed Zouaoui nach Flanke Jan Vogels eine Doppelchance der Marke „hundert Prozent“ (11.), doch auch auf der anderen Seite wurde es gefährlich: Nach Flanke von Nico Müller köpfte Paul Friedrich Pöpperl freistehend rechts vorbei (14.). Dann wieder Rot-Weiß, und wieder Mo Zouaoui – im Übrigen abermals nach gewonnenem Kopfballduell Marvin Redls –, der erst Keeper Kicmari zu einer Fußabwehr zwang und den Nachschuss überhastet neben das Ziel setzte (24.).
Es ging hin und her. Auch der designierte Absteiger hätte treffen können, wenn nicht sogar müssen, als Ertan Hajdaraj nach Bellinghausen-Flanke köpfte, Leon Hasselbach aber prächtig reagiert hatte (26.). Bis zur Pause hätte es durchaus auch 4:3 oder 5:4 stehen können, denn Marvin Redl vermochte ein Missverständnis des völlig überforderten Albijon Kicmari mit Marvin Hartmann nicht zu nutzen (30.). Und Steinbach II vergab durch Paul Friedrich Pöpperl (36.) und Ertan Hajdaraj (45.), der auf der Torlinie an Brooklyn Wölfinger scheiterte, ebenfalls dicke Einschussmöglichkeiten. Die Fürstenstädter durften lediglich mit dem Resultat zufrieden sein, nicht aber mit der Defensivleistung.
Das wurde im zweiten Akkord ein Stück weit besser, denn die Mittelhessen sollten nicht mehr allzu oft gefährlich werden. Marco Koch verpasste den zweiten Treffer noch knapp, als sein Ball am langen Pfosten vorbeigeflogen war (53.), doch 120 Sekunden danach die Erlösung: Nach Ecke Mo Zouaouis setzte sich der starke Marvin Redl abermals in der Luft durch und „schädelte“ zum 2:0 ein (55.). Auch wenn den Gästen die Bemühungen nicht abzusprechen waren, so wirkten sie doch teilweise lustlos, vor allem was die Arbeit nach hinten betraf. Nach einem erneuten Torwartfehler erwies sich Marian Goldbach als Spielverderber, als er zunächst Tristan Burggrafs Versuch auf der Linie entschärfte, um dann auch gegen Brooklyn Wölfinger goldrichtig zu stehen.
Es wurde ein bisschen giftiger, was aber nichts Entscheidendes am Spielausgang änderte. Abermals zeichnete Mohamed Zouaoui mit einem „Scorerpunkt“ verantwortlich, als er Jan Vogel bediente, der sich einmal um die eigene Achse drehte und kompromisslos zum 3:0 vollstreckte (81.). Bis auf einen Lattenkopfball von Marvin Hartmann in der Schlussminute mussten die Hadamarer, die sich im zweiten Durchgang ohne Glanz gesteigert hatten, nichts mehr befürchten. Rot-Weiß ist wieder im Geschäft – und das ist das, was zählt.
Hadamar: Hasselbach, Paul, Wölfinger, Dimter, Haliti, Zouaoui (83. Kosuchin), Burggraf (85. Stahl), Redl (73. Pauly), Yilmaz, Koch (67. Monteiro-Carvalho), Vogel (85. Wilhelmy) –
Steinbach: Kicmari, Müller (83. Berger), Hartmann, Goldbach (67. Noriega), Georg (87. Arfaoui), Hajdaraj, Künkel, Wirtz, Pöpperl, Bellinghausen, Bedenbender (46. Schneider) – SR: Fuchs (Germania Okriftel) –
Tore: 1:0 Mohamed Zouaoui (4.), 2:0 Marvin Redl (55.), 3:0 Jan Vogel (81.) – Gelb-Rot: Maik Six (Trainer Steinbach II/89.) – Zuschauer: 180.
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12.05.23- H
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- Geschrieben von: Mark Zingel
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5.5.23- von Hans Reichwein
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- Geschrieben von: Hans Reichwein
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01.05.23- HR Quelle: www.nnp.de
In der Fußball-Hessenliga hat der SV Rot-Weiß Hadamar den zweiten Auswärtssieg binnen fünf Tagen gefeiert und seine Ausgangslage extrem verbessert.
In der Fußball-Hessenliga ist unsere Prognose eingetroffen: Durch den 2:0-Auswärtserfolg – dem zweiten Auswärtssieg binnen fünf Tagen – hat der SV Rot-Weiß Hadamar seine Situation extrem verbessert. Nun sind sieben Teams nur durch drei Punkte getrennt – ein Wahnsinn!
SC Viktoria Griesheim – SV Rot-Weiß Hadamar 0:2 (0:1). Die Fürstenstädter, selbstbewusst ins Spiel gegangen, hatten ihre Taktik nicht großartig verändert. Griesheim sollte und durfte das Spiel machen, während die Hadamarer mit einer guten Defensive Nadelstiche zu setzen versuchten. Nach einer Ecke des SCV klärte die SVH-Defensive einen Kopfball von Niklas Kern mit vereinten Kräften (7.). Auf der Gegenseite visierte Mirco Paul nach einer von Larion-Kosuchin-Flanke das Außennetz an (9.). Griesheim hatte erwartungsgemäß reichlich Ballbesitz, war aber kaum zwingend. Rot-Weiß stellte um, und Halbchancen von Mustafa Yilmaz (28.), Marvin Redl (30.) und Mohamed Zouaoui (35.) hatten zumindest den Namen verdient. Nach einem Tor roch es nicht wirklich – doch genau das sollte fallen: Nach einem langen Ball von Mustafa Yilmaz in Folge einer SC-Ecke war Mohamed Zouaoui auf und davon und erzielte das 0:1 (45.Min)
Die Viktoria kam mit Wut aus der Kabine und erhöhte den Druck enorm. Dass Chancen nicht ausbleiben sollten, war zu erwarten gewesen, denn Hadamar wurde ein bisschen müde. Emin Aykir hatte abgezogen, Leon Hasselbach parierte, und Mirco Paul klärte mit einer starken Grätsche vor dem Einschlag (54.). Der SVH musste viel leiden, aber sie hatte den so wichtigen „Dreier“ im Kopf. Glück hatten die Fürstenstädter zweifelsfrei in Minute 78, als Patrick Stumpf völlig freistehend um Haaresbreite verfehlte. Rot-Weiß fand nur gelegentlich Entlastung und durfte tatsächlich noch einmal jubeln – allerdings zu früh: Ruben Monteiro-Carvalho hatte zum vermeintlichen 2:0 getroffen, doch bei der Flanke Mohamed Zouaouis war die Kugel wohl schon im Aus (81.) gewesen. Die Truppe von Trainer Richard Hasa musste nun alles riskieren. Doch dann kam der Moment von Keeper Leon Hasselbach: Nach Flanke von Emin Aykir tauchte Patrick Stumpf erneut frei vor dem Tor auf, doch Leon Hasselbach rettete fantastisch (88.). Irgendwie hatte der neutrale Beobachter den Eindruck, dass das Glück beim SV Hadamar zurück war.
Die Pointe folgte jedoch noch: Nach einem Konter, den Mohamed Zouaoui selbst eingeleitet hatte, profitierte er vom Querpass Jan Vogels und schob zum entscheidenden 0:2 ein (90.+3) – völlige Ekstase hier, der blanke Frust dort. Auch wenn die Griesheimer in einem schleppenden Spiel einen Punkt verdient gehabt hätten, durfte sich Hadamar über den zweiten Auswärtssieg in fünf Tagen freuen. „Wir haben es nicht so gut umgesetzt, wie wir uns das vorgestellt hatten, aber es ist egal, denn die Freude über den Sieg ist riesengroß. Jetzt sind wir wieder im Geschäft, dürfen aber nicht nachlassen. Am Freitag wollen wir auch in Friedberg punkten“, gab sich Trainer Ralf Schuchardt mutig.
Hadamar: Hasselbach, Paul (88. Vogel, 90.+3 Wilhelmy), Wölfinger, Dimter, Haliti, Zouaoui, Pauly, Burggraf (65. Huth), Kosuchin (28. Monteiro-Carvalho, 85. Stahl), Redl, Yilmaz – SR: Rau (1. FC Kaichen) – Tore: 0:1 (45.+1), 0:2 (90.+3) beide Mohamed Zouaoui – Zuschauer: 220.